Ob Erbstück, Brockenstubenfund oder auf einer Plattform ersteigert; alte Schätze verdienen eine zweite Chance. Mit Fachwissen und Respekt vor Kultur und Handwerk wird das mir anvertraute Objekt restauriert. Dabei lege ich grössten Wert darauf, den ursprünglichen Charakter und die historische Substanz zu bewahren. Durch die Bearbeitung mit historischen Techniken und Materialien sowie viel Liebe zum Detail bringe ich den Glanz vergangener Tage zurück, ohne die Geschichte des Objekts zu überdecken.

Wenn Teile fehlen oder die Zeit ihre Spuren zu tief hinterlassen hat, ist eine Ergänzung oder gar eine Rekonstruktion gefragt. Diese wird basierend auf der vorhandenen Substanz oder nach historischen Vorlagen angefertigt. Die Rekonstruktion wird dokumentiert, soll sich aber nahtlos in das Erscheinungsbild einfügen.
Holz ist ein lebendiger Werkstoff, der sich individuell bearbeiten und formen lässt. Gerne verbinde ich dabei Kreativität mit klassischem Handwerk. Dabei ist mir wichtig, die natürliche Schönheit des Holzes in die Gestaltung mit einzubeziehen und diese sogar hervor zu heben. Jedes in aufwändiger Handarbeit geschnitze Objekt ist ein Einzelstück, das nach meinen eigenen Ideen oder nach Kundenwunsch angefertigt wird.
Schrift im Holz verleiht jedem Objekt eine ganz persönliche Note. Ob feine Gravuren, erhabene Buchstaben oder künstlerische Initialen – ich gestalte Schriftzüge, die Information und Ästhetik vereinen. Ideal für Gedenktafeln, Firmenschilder oder individuelle Geschenke mit Aussagekraft.
Filigrane Muster, florale Ornamente oder geometrische Präzision: Intarsien sind die Königsdisziplin der Oberflächengestaltung. Durch das kunstvolle Einlegen verschiedener Holzarten entstehen Bilder und Dekore von aussergewöhnlicher Tiefe und Eleganz, die jedes Möbelstück in ein Kunstwerk verwandeln.
Intarsien: dünnes Massivholz (min. 2mm) wird zu einem Bild gestaltet und in Massivholz eingelassen
Marketerie: das Bild wird vorgängig aus Furnier zusammengesetzt und als Ganzes auf das Trägermaterial aufgeleimt.
Ein Grabmal aus Holz strahlt Wärme, Natürlichkeit und Vergänglichkeit in seiner schönsten Form aus. Überzeugt davon, dass ein Mensch weiter lebt in Erlebnissen und Erinnerungen gestalte ich Grabmale aus Holz, die die ausdrücken sollen. Die Wünsche und Vorstellungen der Hinterbliebenen sind deshalb wichtig und werden beim Entwerfen mit einbezogen. Idealerweise soll ein Grabmal schöne Erinnerungen wecken und gleichzeitig ein respektvoller und sanfter Abschiedsgruss sein.
2024 durfte ich das Untergestell des Motorraums des Rolls Royce Instand stellen. An Auto’s aus dieser Zeit lässt sich die Kutschenbauweise noch gut erkennen. Die Untergestelle sind aus Holz und wurden mit Blechen überzogen. Das Eschenholz des Rolls Royce war an mehreren Stellen stark oder gar vollständig verfault und musste neu hergestellt werden. Dabei wurde aber trotzdem so viel wie möglich Originalholz belassen. Der anfängliche Eindruck, dass das Untergestell ja nur aus ein paar einfachen Kanthölzern besteht, erwies sich schnell als trügerisch. Keine einzige Fläche war im selben Winkel zu der nächsten und im rechten Winkel schon gar nicht. Eine wahre Kunst des An- und Einpassens und nichts für schwache Nerven…
2018 wurde ich anlässlich des Jubiläums des Spital Muri AG beauftragt, einen Blickfang für die Wand im Eingangsbereich zu realisieren. Es entstand der Baum der Herzen. Während der Festlichkeiten konnten die anlehnend an die Form von Fliederblättern in verschiedenen einheimischen Holzarten geschnitzten Herz-Blätter für einen symbolischen Betrag von den Besuchern erworben werden. Darauf wurden die Blätter direkt an der vom Käufer gewünschten Stelle am Baum angebracht. Patienten, Angehörige, Mitarbeiter und Besuchende hatten somit ihre unterschiedlichsten Erinnerungen an den Baum, sodass sie sich bei einem Besuch im Spital Muri mit dem Werk verbunden fühlten. Umso grösser war der Aufschrei, als die Spitalleitung 2025 beschloss, den Baum abzubauen und an mich zurückzugeben, oder zu entsorgen. Mit Hilfe der Presse suchte ich darum umgehend einen neuen Platz. Zu aller Beteiligten Freude konnte dieser schnell gefunden werden. Seit Juli 2025 steht der Baum des Lebens nun im Alters- und Pflegeheim im Brühl in Spreitenbach und erfreut die Gäste der Cafeteria. Ohne grosse Anpassarbeiten konnte der Baum «umgesiedelt» werden und wirkt, als ob er von Anfang an für diese Wand bestimmt gewesen war. Hier wird der Baum nicht nur als Dekoration, sondern als auch als Ausdruck einer Haltung gesehen: das Leben in jeder Phase zu würdigen und zu schützen.
2024 durfte ich für das Schweizerische Nationalmuseum Zürich im Sammlungszentrum in Affoltern am Albis einen Kiosk von 1906 restaurieren.
Für die langfristige Erhaltung und die Präsentation des Kiosks in der Ausstellung «Konsumwelten. Alltägliches im Fokus» (schweizerisches Landesmuseum Dezember 2024-April 2025) waren umfassende Restaurierungs- und Konservierungsarbeiten erforderlich. Um den Kiosk ausstellbar zu machen und die damit verbundenen Sicherheitsanforderungen zu gewährleisten musste neben vielen Reinigungs- und Festigungsarbeiten der Farbschichten vor allem das im Sockelbereich komplett verfaulte Holz vollständig ersetzt werden. Eine zerstörungsfreie Restaurierung ohne Eingriffe in die Originalsubstanz war leider nicht möglich. Es galt jedoch bei jedem Eingriff «So viel wie nötig, so wenig wie möglich». Der Kiosk wurde im Zustand von 2008, seinem letzten Betriebsjahr, erhalten. Durch seine Nutzung als «Visitor-Center» und Internetstation noch vor der grossen Smartphone-Revolution ist er ein wichtiger Zeitzeuge der 2000er-Jahre. Jede Rückführung auf eine vorherige Zeit hätten einen Teil seiner Geschichte zerstört.
Für den selben Rolls Royce durfte ich das Armaturenbrett sowie die Holzteile der Türen restaurieren.
Das Wurzelmaserfurnier war stark beschädigt und benötigte mehrere Rekonstruktionen: über die Jahre waren die Holzteile wie es gerade passte abgeändert, eingekürzt oder gar vollständig entfernt worden. Für neue Apparaturen wurden gar zusätzliche Löcher in die schöne Maserfläche gebohrt. Dies alles wurde rückgängig gemacht und wieder in den Zustand von 1931 gebracht. Einzig beim Oberflächenüberzug handelt es sich um einen neuzeitlichen, robusten Lack.
SchrottUp! - Die Upcycling-Challenge ist in Spreitenbach AG. Sonja Bantli und Fabian Bolliger nehmen sich der Herausforderung an, Abfall in einzigartige Deko-Objekte zu verwandeln.
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